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veröffentlicht am 07.02.2019

Nachhaltigkeit im Test 02-2019

Marktcheck: Sortiment Kraut & Rüben

Der Greenpeace-Marktcheck hat in den kalten Monaten die Auswahl bei Wintergemüse in den Supermärkten unter die Lupe genommen.

Der Greenpeace-Marktcheck hat in den kalten Monaten die Auswahl bei Wintergemüse in den Supermärkten unter die Lupe genommen. Dazu hat die Umweltschutzorganisation geprüft, woher die 15 häufigsten Sorten stammen und ob sie biologisch hergestellt wurden. Denn saisonales und regionales Wintergemüse wie Kraut, Grünkohl oder Sellerie ist gesund, gut für die Umwelt und abwechslungsreicher als sein Ruf.

Die Ergebnisse

Die Tabelle oben zeigt: Testsieger ist Interspar mit der besten Bewertung beim Bio-Angebot. Billa, Merkur und Spar liegen ex aequo auf Platz zwei. Für die Auswahl an heimischem Wintergemüse in den getesteten Supermärkten vergibt Greenpeace im Schnitt die Note Gut.

Angebot der Supermärkte & Infos zum Abschneiden

Inhalt des Warenkorbs & Kriterien der Bewertung

Regional & saisonal = gesund & umweltfreundlich

Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich erklärt: "Kraut und Rüben sind echtes Superfood in der kalten Jahreszeit. Regional angebaut, ist es nicht nur umweltfreundlicher als Gemüse aus der Ferne, sondern auch gesund."

Wintergemüse kann unseren großen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen in der kalten Jahreszeit gut decken. So enthält eine Portion Kohlsprossen sogar doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange. Vogerlsalat wiederum stärkt die Abwehrkräfte mit Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin B6, Folsäure, Eisen und Kalium.

Viele Sorten aus heimischem Anbau

Rund zwölf der 15 wichtigsten Wintergemüsesorten in den Supermärkten sind aus heimischem Anbau. Nur Grünkohl aus Österreich ist in keinem einzigen Supermarkt erhältlich. In allen Supermärkten gibt es jetzt österreichische Erdäpfel, Karotten und Zwiebeln – aus konventioneller und biologischer Landwirtschaft. Grünkohl, Pastinaken und Rote Rüben sind dagegen oft nicht in den Regalen zu finden.

Bio-Angebot ist zu verbessern

Bio-Lebensmittel sind sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt besser: In der biologischen Landwirtschaft kommen keine chemisch-synthetischen Spritzmittel zum Einsatz. Das schont die Böden, fördert die Artenvielfalt und tut dem Menschen gut.

Hier können sich die Supermärkte noch verbessern: Im Schnitt bieten die Märkte acht der 15 geprüften Sorten in Bio-Qualität an. Neben Erdäpfeln, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch stammen auch Pastinaken und Rote Rüben fast überall aus biologischer Landwirtschaft. Kohlsprossen, Weiß- und Rotkraut sind dagegen laut Angaben der Supermärkte derzeit generell nicht in Bio-Qualität erhältlich.

Ein Hoch auf Wintergemüse

Mit dem Test will Greenpeace die große Vielfalt von Wintergemüse vor den Vorhang holen. Denn wie reichhaltig und divers Speisen mit Kraut und Rüben sind, ist bei vielen Leuten in Vergessenheit geraten. Greenpeace empfiehlt wann immer möglich regional, saisonal und bio zu kaufen. Denn heimisches Gemüse hat kurze Transportwege und wird nicht klimaschädigend, etwa mit dem Flugzeug, angeliefert.

Theissing-Matei: "Jetzt ist die richtige Zeit, um mit Kraut und Rüben neue Köstlichkeiten zu zaubern. Es gibt viele einfache und g‘schmackige Gerichte, die das Beste aus den altbekannten Sorten rausholen."

Rezepte für Kraut & Rüben

Greenpeace hat ein Menü mit saisonalem und regionalem Wintergemüse zusammengestellt und ein kleines Rezeptheft erstellt. Ein zartes Rote-Rüben-Carpaccio, eine köstliche Kohlsprossen-Tarte und zum Nachtisch einen saftigen Kürbiskuchen gibt es

hier zum Nachkochen

Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle Infos finden sich unter

greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

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