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veröffentlicht am 25.11.2020

Nachhaltigkeit am Prüfstand im November 2020

Der Greenpeace-Marktcheck nimmt Schweinefleisch unter die Lupe

Greenpeace hat die Auswahl an Bio-Fleisch und an gentechnikfrei produziertem Fleisch aus so genannten Tierwohl-Projekten in den Supermärkten bewertet. Also Projekte, die in herkömmlicher Schweinehaltung verbesserte Haltungsbedingungen für Schweine vorweisen. Auch die Herkunft und Kennzeichnung von Fleisch im Supermarkt wurde beurteilt.

Das Ergebnis: Die meisten Supermärkte bieten zwar Produkte mit Bio-Schweinefleisch und Fleisch aus den "Tierwohl"-Projekten an. Der Großteil vom handelsüblichen Schweinefleisch stammt aber immer noch aus konventioneller Tierhaltung und erfüllt kaum Tierwohl- und Umweltkriterien. Die beste Note ist diesmal daher auch nur "Befriedigend".

Die Ergebnisse

Die Bewertung von Greenpeace erfolgte anhand der folgenden vier Kriterien:

  1. Welche Standards bei Haltung und Fütterung erfüllen die vorbildlichen "Tierwohl"- und Bio-Projekte?
  2. Wie ist das Fleisch gekennzeichnet und wie viel kommt aus Österreich?
  3. Wie viele biologisch hergestellte Schweinefleisch-Produkte sind in den Märkten erhältlich?
  4. Wie viele Produkte mit gentechnikfrei gefüttertem und herkömmlich hergestelltem Schweinefleisch gibt es?

Wie die Supermärkte abschneiden & was sie anbieten

Bio-Fleisch nicht überall erhältlich

Für alle, die auf Fleisch nicht verzichten wollen: Die beste Wahl ist auch bei Fleisch Bio-Qualität. Allerdings ist das nicht in allen Supermärkten erhältlich. Wie die Tabelle oben zeigt bieten sechs von neun Supermärkten flächendeckend Bio-Schweinefleisch an. Beim Marktcheck Schweinefleisch 2019 waren es noch sieben von neun.

Herkömmliche "Tierwohl"-Projekte

Bei diesen Projekten handelt es sich um konventionell hergestelltes Fleisch, bei dem Tierhaltung über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgeht. Das Fleisch stammt aus Österreich. Die Tiere werden garantiert gentechnikfreie gefüttert, sie haben mehr Platz und Zugang zu einem Außenbereich. Die Kennzeichnung bei diesen Produkten geht über die Vorgaben laut Gesetz hinaus: Das bietet den KonsumentInnen eine wichtige Orientierung beim Einkauf und ermöglicht den Griff zu besserem Fleisch.

Zu viel Fleisch tut uns nicht gut

Greenpeace empfiehlt Konsumentinnen und Konsumenten, seltener zu Fleisch zu greifen und öfter Gemüse, Hülsenfrüchte und Co. zu essen. Das ist auch besser für die eigene Gesundheit: Menschen in Österreich essen durchschnittlich dreimal so viel Fleisch wie empfohlen. “Wer Schweinefleisch kauft, sollte möglichst zu Bio-Fleisch oder zu Fleisch aus den Tierwohl-Projekten der Supermärkte greifen. Das schont die Umwelt und garantiert den Schweinen ein besseres Leben”, sagen Theissing-Matei.

Die Politik muss die Haltungsbedingungen für Schweine dringend verbessern: indem sie das Tierschutzgesetz und die 1. Tierhaltungsverordnung überarbeitet und eine verpflichtende Kennzeichnung der Haltungsbedingungen einführt.

Augen auf beim Schweinefleischkauf

Rund um den Marktcheck Schweinefleisch haben Greenpeace und die Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) auch einen Einkaufsratgeber zum Einkauf von Schweinefleisch und einen Gütezeichen-Guide erstellt. Im Guide wurden gängige Gütezeichen und Marken für Schweinefleisch nach zwölf Tierschutz- und Umweltkriterien bewertet, wie etwa gentechnikfreie Fütterung oder Zugang zu Auslauf.

Einkaufsratgeber
"Augen auf beim Schweinefleischkauf"

Download

Gütezeichen-Guide
"Augen auf beim Schweinefleischkauf"

Download


Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle Infos finden sich unter

https://nachhaltigkeit.greenpeace.at/

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