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veröffentlicht am 02.02.2016

Nachhaltigkeit im Test 02-2016

Marktcheck: Test Sortiment Hering

Anlässlich des traditionellen Heringsschmauses am Aschermittwoch hat der Greenpeace-Marktcheck das Herings-Sortiment unter die Lupe genommen - vom Filet über Heringssalat bis zum Aufstrich. Bewertet wurde, ob der Hering aus nachhaltiger Fischerei stammt und ob die Produkte transparent gekennzeichnet sind, also alle bewertungsrelevanten Informationen angegeben sind.

Grundlage für die Bewertung des Hering-Sortiments war der Greenpeace-Fischratgeber 2016.

So viel vorweg: Die Bestnoten „Ausgezeichnet“ und „Sehr gut“ wurden von Greenpeace diesmal nicht vergeben. Die Bestnote war "Gut". Die zwei letzt gereihten erhielten ein "Genügend".

Die Ergebnisse

Die Übersicht der Ergebnisse macht deutlich: Ein kleines aber feines Sortiment hat sich gegenüber dem breiten Angebot der großen Supermarktketten durchgesetzt. Testsieger ist MPreis vor Lidl, beide mit der Note „Gut“. Nur bei diesen zwei Supermarktketten wurde der Hering in den angebotenen Produkten mehrheitlich nachhaltig gefangen. PennyMarkt, Billa, Merkur und Hofer haben für Ihr Herings-Sortiment ein "Befriedigend" erhalten. Schlusslichter sind Unimarkt und Spar mit der Note „Genügend“.

Die Kriterien im Detail

Hauptkriterium beim Hering-Test war das Sortiment der Supermärkte: Bewertet wurde der Anteil an Fisch aus gesunden Beständen im Herings-Sortiment der Supermärkte und nicht die Anzahl der empfehlenswerten Produkte, da in vielen Produkten sowohl Fisch aus gesunden Beständen als auch aus kritischen bewerteten Fanggebieten enthalten sein kann.
Glaubwürdige Zusagen zur Verbesserung des Herings-Sortiments wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Beim Kriterium „Transparenz“ wurde beurteilt, ob alle bewertungsrelevanten Informationen auf der Packung angegeben sind. Hier haben die Supermärkte zwar tendenziell besser abgeschnitten als bei der nachhaltigen Herkunft des Fisches, aber Verbesserungsbedarf gibt es auch hier bei allen Supermärkten. Detaillierte Informationen zu den Test-Kriterien.

Die Herings-Bestände schwinden

Laut Greenpeace wird Hering grundsätzlich als noch vertretbar bewertet, ausgenommen davon sind aber leider etliche Fanggebiete mit schwindenden Beständen. „Um eine umweltbewusste Wahl zu treffen, reicht der Blick auf die Fischart allein deshalb nicht aus“, erklärt Nunu Kaller Greenpeace-KonsumentInnensprecherin. Bei Hering-Produkten aus dem Nordwest- und Nordostatlantiks beispielsweise – erkennbar am Aufdruck „FAO 21“ und „FAO 27“ – sind die Zusatzangaben zum Fanggebiet innerhalb der FAO-Zonen entscheident für die Bewertung des Fisch-Bestandes.

Forderungen von Greenpeace

Greenpeace fordert mehr Fisch aus nachhaltigen Beständen in unseren Regalen und eine bessere Kennzeichnung von Fischprodukten.
Mithilfe des Greenpeace-Fischratgebers ist dann auch für KonsumentInnen ersichtlich, ob der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt.

Nachhaltigkeit am Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Infos zu allen Tests unter:

greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

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