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veröffentlicht am 01.12.2015

Nachhaltigkeit im Test 12-2015

Marktcheck: Test Energie und Klimaschutz

Anlässlich der laufenden Klimakonferenz in Paris hat Greenpeace die Klimaschutz-Bemühungen der größten österreichischen Supermärkte unter die Lupe genommen. Bewertet wurden die Kriterien Kühlmittel, Einsatz erneuerbarer Energien, Energiesparen, erreichte und zukünftige Unternehmensziele zur CO2-Reduktion sowie der politische Einsatz für 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2050.

So viel zum Abschneiden der Supermärkte vorweg: Die Bestnoten „Ausgezeichnet“ und „Sehr gut“ wurden im Test nicht erreichen. Der Testsieger und drei weitere Märkte erhielten ein „Gut“. Die anderen bekamen für Ihre Bemühungen und Maßnahmen beim Energiesparen die Noten „Befriedigend“ bis „Nicht genügend“.

Die Ergebnisse

Zum Vergrößern und Ausdrucken der detaillierten Bewertung einfach auf Tabelle oben klicken.

Die Übersicht der Ergebnisse und die Beurteilung im Detail machen es deutlich: Beim Test „Energie und Klimaschutz“ liegen Penny, Hofer, Billa und Merkur jeweils mit der Note „Gut“ und dem äußerst geringen Unterschied von drei Prozentpunkten vorne. M-Preis und Lidl erhielten die Note „Befriedigend“ von Greenpeace. Spar und Unimarkt haben Greenpeace die angefragten Daten nicht zur Verfügung gestellt. Daher konnte Greenpeace nur die spärlichen öffentlich verfügbaren Informationen auswerten. Im Gegensatz zu Unimarkt reichten diese bei Spar immerhin zu einem „Genügend“. Detaillierte Informationen zu den Test-Ergebnissen.

Entscheidend: Erneuerbarer Strom

Der wichtigste Faktor für die Klimabilanz von Supermärkten ist der richtige Strom-Mix, da mehr als die Hälfte des gesamten Energiebedarfs über Strom gedeckt wird. Die Firma Rewe mit den Supermärkten Billa, Merkur und PennyMarkt, M-Preis, Hofer und Lidl setzen auf 100 Prozent erneuerbaren Strom ohne Kohle, Gas, Öl und Atom. M-Preis fällt zusätzlich mit einem sehr ambitionierten Programm zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf. Erfreulich sind laut Greenpeace auch die umgesetzten Energiesparmaßnahmen. So setzen fast alle Supermärkte auf LED-Lampen, Wärmerückgewinnungsanlagen und ökologische Gebäudestandards.

Kältemittel sind verbesserungswürdig

Die mit Abstand häufigsten Kältemittel sind noch immer die „Klimakiller“ genannten teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW). Die in österreichischen Supermärkten eingesetzten Mittel tragen im Durchschnitt pro Tonne 3000-Mal so stark zum Klimawandel bei wie Kohlendioxid (CO2). Von den eingesetzten Kältemitteln entweichen aufgrund Leckagen in den Kühlsystemen im Schnitt drei bis zehn Prozent pro Jahr in die Atmosphäre.

Greenpeace hat errechnet, dass bei über 700 Tonnen Kältemittel, die insgesamt allein in den Filialen im Einsatz sind, sich das auf eine Wirkung von mehr als 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr summiert. Diese Menge CO2 entspricht dem jährlichen Ausstoß von rund 50.000 Pkw. Greenpeace fordert einen schrittweisen Ausstieg aus allen H-FKW. Detaillierte Informationen zu den Bewertungs-Kriterien.

Fazit

Das Thema Klimaschutz ist beim Lebensmittelhandel angekommen. Gute Noten gibt es von Greenpeace für die Verwendung von Ökostrom und für die Maßnahmen beim Energiesparen. Das große Manko beim Klimaschutz sieht Greenpeace in der Verwendung von sehr klimaschädigenden Kühlmitteln in den Supermärkten.

Für das wichtige Ziel von 100 % Erneuerbarer Energie bis 2050 setzen sich immerhin die beiden Marktführer Rewe und Spar öffentlich ein.

Nachhaltigkeit am Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten österreichischen Supermarktketten mit einheitlichem Sortiment veröffentlicht. Das Abschneiden der Supermärkte, die zugrundeliegenden Kriterien und Gewichtungen sowie Produktinformationen werden immer unter greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test veröffentlicht.

Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. Alle Infos finden sich unter

greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

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